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Immobilien in Hannover, 2374 Ergebnisse

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Industrie- und Messestadt
Heute ist Hannover eine selbstbewusste Stadt mit 13 Stadtbezirken und 51 Stadtteilen, die mit ihren mehr als 11% öffentliche Grünflächen und dem riesigen Stadtwald Eilenriede in Zentrumsnähe sehr naturverbunden wirkt. Jedes der vielen Stadtteile hat seine eigene Prägung, die nicht starr ist, sondern sich jeweils der Zeit und den aktuellen Strömungen anpasst.

Hannover hatte bis zum Zweiten Weltkrieg (1939-1945) eine wunderschöne, historische Altstadt, die die Bombardements leider nicht überlebte. Bis auf wenige Gebäude vollständig zerstört, musste sie nach dem Krieg neu aufgebaut werden, dennoch zählt sie im 21. Jahrhundert zu den beliebten Aufenthaltsorten der Stadtbewohner, den nicht nur das vielfältige Angebot der gastronomischen Betriebe lockt, sondern auch der traditionelle Flohmarkt am Samstag und die Markthalle sind ein Magnet. Die zur Innenstadt gehörende Calenberger Neustadt entstand bereits Mitte des siebzehnten Jahrhunderts, ab 1824 war sie Stadtbereich von Hannover. Im Zweiten Weltkrieg ebenfalls großräumig zerstört, erlitt sie ein ähnliches Schicksal wie die Altstadt - Neuaufbau im Stil der fünfziger Jahre. Einige der wenigen erhaltenen historischen Gebäude wurden abgerissen, breite Straßen und Neubauten entstanden - genau wie in Glocksee. Königsworth hat das Glück, noch einige der schönen alten Häuser der Vergangenheit zu besitzen, wie zum Beispiel die Villa Simon. Auch die mehrgeschossigen Wohnbauten sind zum Teil noch aus den vergangenen Jahrhunderten, sodass Königsworth nicht ganz so triste wirkt, wie die Bezirke mit den nach dem Krieg neu hochgezogenen Wohnhäusern. Leider vielen die letzten der hübschen Gartenhäuser aus dem achtzehnten Jahrhundert im Bereich des Clevertors 1980 den Baggern zum Opfer. Ohlstadts Prägung sind ebenfalls die Bauten der fünfziger Jahre, allerdings stehen noch in der Oststadt elegante Stadtvillen im neugotischen Stil, was das Bild etwas auflockert.

Im Norden Hannovers befindet sich Bothfeld-Vahrenheide, ein Bezirk mit vielen Gesichtern. Die Bebauung von Bothfeld ist architektonisch stark gemischt, die Einfamilien- und Reihenhäuser sind eine wahre Fundgrube für jeden Architekturstudenten. Neben den frei stehenden Häusern gibt es eine Grasdachsiedlung und Gartenhofhäuser, der Süden von Bothfeld wird von Wohnhäusern dominiert. Isernhagen Süd dagegen besteht überwiegend aus Einfamilienhäusern, die gerne von der Mittelschicht gekauft respektive gemietet werden. Das Umfeld ist gediegen, ein überdachter und beheizter Tennisplatz steht zur Verfügung. Nicht besonders begehrt als Wohnort ist Lahe mit seiner Mülldeponie, deren Geruch auch die besten Filteranlagen nicht völlig unterbinden können. Vahrenheide verfügt über eine Reihenhaussiedlung der fünfziger Jahre sowie einer zeitlich zugehörigen Zeilenbebauung. Durch den hohen Bestand an Grünflächen wirkt der Stadtteil auf den ersten Blick fröhlich und lebendig, doch die Großwohnsiedlung ist ein Wohngebiet mit großen sozialen Spannungen, fast ein Viertel der Einwohner hat kein regelmäßiges Einkommen, nur jeder dritte Bewohner ist deutschstämmig. Ähnlich verhält es sich mit Sahlkamp, wo zwar auch Einfamilienhäuser stehen, die das Gesamtbildprägen, doch wie in Vahrenheide gibt es einen hohen Anteil von Sozialwohnungen, die Anwohnerschaft ist über ein Drittel nicht deutscher Herkunft.

Den krassen Gegensatz zum Norden Hannovers bildet die Südstadt mit ihrer teilweise durchaus gelungenen Bebauung. Das traditionelle Bürger- und Beamtenviertel hatte zwar phasenweise das Problem der Überalterung der Anwohnerschaft, doch inzwischen leben hier wieder viele junge Leute und Familien aus dem Bürgertum. In Bult befindet sich die Tierärztliche Hochschule Hannover, was sicher zur Bevölkerungsstruktur der Südstadt beiträgt.
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